Mittwoch

W i r entfernen uns.
Wettstreiten. Streiten.
Geben uns auf
flüchten in flüchtigen Rausch,
wo der Bass selbst durch dreckige Toilettentüren,
noch unseren Herzschlag kontrolliert,
die Musik unsere Gedanken übertönt,
wo wir uns erneut an die Enge gewöhnen,
umgeben von Lügenmärchenerzählern

Wahre Worte zu finden ist schwer
Ein „alles gut“,
mit gekreuzten Fingern.
Habe schon zu viel gesagt,
zu viel geteilt.
Will meine Geheimnisse zurück,
meine verschwendete Zeit.
Und gleichzeitig die Wände,
gegen die ich seit Ewigkeiten rede,
anschreien,
bis sie mich nicht mehr so kalt und grau
anschweigen

Aber wozu streiten?
Wozu streiten,
wenn es doch nichts zu sagen,
sondern so viel zu fühlen gibt?

Denn
es geht doch nicht immer nur darum,
was uns trennt, 
sondern darum,
was uns verbindet
Nicht immer nur „du“ und „ich“
Sondern „wir“

Uns fällt,
wenn wir nicht mehr denken,
sondern nur noch sind, auf:
wir teilen viel mehr
Als nur den Planeten.
Das ist uns bewusst,
aber aussprechen können wir es nicht
Wir gehen lieber weiterhin wie auf Eiern
- unnötige Erschütterung vermeiden -

Dabei warten wir doch nur
Warten, dass es eskaliert
Sind der Realität so fern
und dem Wahnsinn so nah.

also los!
strecken wir
unsere Lungenflügel
Bis zur äußersten Spannweite
Um auszubrechen
aus unserem Rippenkäfig
Lasst uns 
nichts mehr gegen uns selber verwenden
und anfangen
traurige Konjunktive
aus unserem Leben zu streichen
- um hier und jetzt
Masken fallen zu lassen und
gemeinsam nicht Märchen,
sondern Geschichte zu schreiben.

(ich habe mich von einigen Poetry-Slams und einigen eurer Blogs inspirieren lassen. ich spiele so gern mit Worten)






Sonntag

Ich bin nicht weg, aber habe eine neue URL.
und arbeite zurzeit an einem neuen Text.

Quelle: tumblr.com

Ich will alles hier rausschreien. Ja SCHREIEN, nicht immer nur schreiben und sagen und erzählen. Ich will euch und und mich und die Welt und die dummen Menschen, die uns so kaputt machen ANSCHREIEN! Nicht mehr reden und bitten und diskutieren, nein BRÜLLEN!

Ich habe mir wirklich eingeredet, dass ich es ohne meinen Blog schaffe, dass ich ohne EUCH klarkomme. Wie konnte ich so dumm sein?! Ihr seid meine Schätze, meine Engel. Und vorallem mein Halt.
Ich habe doch niemanden. 
Bitte verzeiht mir. Ich kann nicht aufhören daran zu denken, wie gut es tat, hier alles rauszulassen und eure Worte zu lesen.